Dingliche Zinsen

TOP del.icio.us digg

Wer einen Hausbau oder den Kauf einer Immobilie ins Auge fasst, ermöglicht dies in der Regel mit einem Kredit bzw. einem Darlehen bei der Bank.

© Thorben Wengert / PIXELIO



Hier gilt es im Vorfeld die Angebote der unterschiedlichen Geldgeber zu vergleichen, um einen Überblick über die Konditionen wie zum Beispiel die Laufzeit, der Zinssatz und die anfallenden Gebühren bzw. Nebenkosten zu bekommen. Mit einem Kreditvergleich hat man als Kreditnehmer die Möglichkeit, die günstigste Finanzierungsvariante selektieren zu können und gleichzeitig eine fachlich kompetente Beratung bei den Banken einzuholen.



Allerdings spielt nicht nur die Art der Finanzierung eine große Rolle, sondern auch die damit verbundenen Bedingungen und Vorgängen, die rund um die Aufnahme des Kredits geschehen. Beim Kauf eines Hauses wird zum Beispiel immer ein Eintrag in das so genannte Grundbuch vorgenommen, welches gesetzlich vorgeschrieben ist.



Mit diesem Eintrag werden nicht nur die persönlichen Daten des Käufers bzw. Besitzers hinterlegt, sondern auch das Baujahr des Hauses, das erstrangige Darlehen und unter anderem auch die die so genannten dinglichen Zinsen.



Diese werden in der Abteilung III neben dem Betrag der Grundschuld eingetragen.



Der Grundschuldbetrag stellt zusammen mit den Zinsen den maximalen Rahmen der Sicherung dar, den die Kredit vergebende Bank im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers bzw. einer Zwangsversteigerung geltend machen kann.



Die dinglichen Zinsen werden in der Regel bis zu einer Höhe von 20 % eingetragen, dies vor allem aus Sicherheitsgründen für die Kreditgeber, da die anfallenden Kosten im Falle einer Insolvenz nicht gerade unerheblich sind und auch weil die Zinsen im Prinzip ständigen Schwankungen ausgesetzt sind und sich somit täglich verändern können.



Zwar stellt der dingliche Zins als Bestandteil der Grundschuld somit die maximale Forderung des Gläubigers dar, die er nach einer Zwangsversteigerung beanspruchen kann, die Basis für den Zahlungsanspruch ist jedoch der Zinssatz, der bei Abschluss des Kreditvertrages in den Konditionen festgehalten bzw. vereinbart wurde.

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply