Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung?
Dass sich jeder Mensch, der sein Einkommen aus einer beruflichen Tätigkeit erhält und von dieser leben muss, gegen die Berufsunfähigkeit absichern muss, ist wohl einem Jedem klar. Diese Tatsache ist mittlerweile allgemein bekannt, wenngleich die Berufsunfähigkeit noch nicht Jedermann in greifbarer Nähe erscheint. Man kann jedoch anhand aktueller Studien deutlich erkennen, dass die Berufsunfähigkeit nicht ausschließlich von körperlichen Gebrechen abhängig ist. Immer häufiger sind geistige Störungen für diese verantwortlich.
Viele Menschen wissen dies jedoch nicht und entscheiden sich von daher statt für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, für eine Unfallversicherung, die auf den ersten Blick vielleicht günstiger wirkt. Dabei muss man jedoch stets beachten, dass diese die allgemeine BUV nicht ersetzen kann. Der Grund ist schnell gefunden, denn die Unfallversicherung leistet nur bei den Folgen eines Unfalls. Da aber nur die wenigsten Menschen wegen eines Unfalls berufsunfähig werden, kann diese Versicherung alleine nicht den benötigten Schutz bieten, den man nun einmal im Falle der Berufsunfähigkeit braucht.
Insbesondere die Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr werden dabei heute stark und häufig beworben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese eine Kombination aus Unfall- und Lebensversicherung darstellen. Das heißt, dass man hier stets damit rechnen muss, enorme Gebühren bei einer vorzeitigen Kündigung zu zahlen. Des Weiteren leistet diese Versicherung ebenfalls ausschließlich bei Unfällen und deren Folgen oder im Todesfall. Zwar erhält man nach Ablauf der Versicherung die vereinbarte Beitragsrückgewähr, was auf den ersten Blick nach viel Geld aussieht, doch oft sind diese Produkte überteuert, sodass der Abschluss einer Risikolebens-, einer Unfallversicherung und einer strategisch sinnvollen Geldanlage deutlich bessere Renditen einbringen kann.
Aus diesem Grunde ist besonders auf die Bedingungen in der Unfallversicherung zu achten. Diese stellt weder einen Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung dar, noch kann sie in Kombination mit der Lebensversicherung gute Renditen einbringen. Die Unfallversicherung eignet sich von daher vorrangig für diejenigen Personen, die eine gefährliche Sportart in ihrer Freizeit ausüben und demzufolge ein höheres Unfallrisiko aufweisen. Allerdings werden bei diesen Sportlern die Beiträge auch entsprechend höher ausfallen.


