Wie Anleger von höheren Leitzinsen profitieren

TOP del.icio.us digg

Bereits seit fast vier Jahren steigt das Leitzinsniveau, welches durch die Europäische Zentralbank (EZB) festgelegt wird. Steigende Leitzinsen bedeuten vor allem steigende Zinsen für Spar- und Termineinlagen aber auch Anleihen oder Geldmarktfonds profitieren davon. Wie das im Einzelnen geschieht, erklären wir Ihnen hier.


Bei den derzeit sehr beliebten Tagesgeldkonten richtet sich das Zinsniveau zwar auch nach der Höhe der Leitzinsen, jedoch nicht ausschließlich. So hängt die Höhe der gezahlten Tagesgeldzinsen in erster Linie vom Ermessen der Bank ab. Zwar kann sich diese bei der Zinsgestaltung nicht völlig frei bewegen, aber eine Leitzinserhöhung beispielsweise zwingt keine Bank, ebenfalls ihre Tagesgeldzinsen nach oben anzupassen.


In diesem Fall stellt der Markt das Regelinstrument dar: Tagesgelder können täglich gekündigt werden und sowohl Kontoeröffnung als auch -auflösung sind in der Regel völlig kostenfrei. Wenn eine Bank ihre Tagesgeldzinsen also nicht entsprechend dem Marktdurchschnitt der anderen Banken anpasst, riskiert sie innerhalb kürzester Zeit den Abzug des auf diesen Konten geparkten Geldes.

© Claudia Hautumm / PIXELIO



Daher sind hier keine Zinsvorschriften nötig. Eine andere Form der Geldanlage, die direkt von einem steigenden Leitzinsniveau profitiert, sind die so genannten Geldmarktfonds. Auch sie zählen zu den sicheren Formen der Geldanlagen. Kundengelder sind hier zwar nicht wie bei den meisten Tagesgeldkonten durch eine Mitgliedschaft der kontoführenden Bank in einem der Einlagensicherungsfonds von Banken oder Sparkassen besichert, durch ihr Investment in kurzfristige Zinspapiere des Geldmarktes legen sie das Geld der Anleger jedoch in derart sichere Sparformen und Sichteinlagen an.


Hinsichtlich der Flexibilität nehmen sich beide Sparformen nicht viel: sowohl auf Tagesgelder als auch Geldmarktfonds kann täglich bzw. börsentäglich zugegriffen werden. Jedoch ist bei Geldmarktfonds darauf zu achten, dass diese über ein möglichst kostenloses Depot bespart werden und möglichst geringe laufende Gebühren für das Management der Fonds berechnet werden. Bei ihnen zehrt nämlich jede Gebühr an der erzielbaren Rendite, welche im Schnitt des letzten Jahres bei drei bis vier Prozent pro Jahr lag.


Für welche Form der Geldanlage sich der Verbraucher entscheidet, liegt ganz bei ihm. Auf jeden Fall wird er mit beiden hier vorgestellten Varianten von weiteren Leitzinserhöhungen der EZB profitieren.

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply