Geschlossene Fonds im Schiffsbereich
Gerade die großen Werften können immer recht lange voraus planen. Denn bis ein Schiff, in den meisten Fällen die großen und bekannten Containerschiffe fertig gebaut sind, vergehen meist einige Jahre. Aus diesem Grund haben auch die Fondsgesellschaften den Schiffssektor für sich entdeckt und bieten Beteiligungen an Containerschiffen in Form von geschlossenen Fonds an.
Nun stellt sich sicher vielen die Frage, ob diese Form der Geldanlage auch für einen selbst geeignet sei. Hierzu ist zu sagen, dass die geschlossenen Fonds und die Schiffsbeteiligungen generell nur für große Investoren geeignet sind. Bei diesen Fonds wird ein recht hohes Kapital benötigt, welches über einen vergleichsweise langen Zeitraum von ca. zehn bis 15 Jahren fest angelegt wird. Dabei setzen die Anleger vor allen Dingen auf die Charter Raten, die sowohl für einen gewissen Zeitraum fest vereinbart, als auch individuell verhandelt werden können. Soll ein Fonds für Schiffsbeteiligungen aufgelegt werden, so wird zunächst einmal das Schiff ausgewählt, in welches investiert werden soll.
Im Emissionsprospekt erhalten die potenziellen Anleger dann alle wichtigen Daten, wie die Charter Rate und wie lange diese festgelegt wurde. So entsteht auf den ersten Blick ein Gefühl von Sicherheit, doch in der Regel kann die Charter Rate, die zu Beginn der Auflage des Fonds vereinbart wurde, nicht bis zum Laufzeitende gehalten werden. Im Laufe der Zeit werden hier Anpassungen vorgenommen, die sowohl eine Korrektur nach oben, als auch nach unten mit sich bringen können. Deshalb sollte man hier genau Obacht geben, wie lange die einmal vereinbarte Charter Rate gilt.
Weiterhin ist zu beachten, dass man nur einen Teil des Vermögens in Schiffsbeteiligungen investieren sollte. Durch die lange Laufzeit und das vergleichsweise hohe Risiko sollte man immer noch einen Teil des Vermögens stets zur Verfügung haben. Wichtig dabei ist, dass die Anteile am Schiffsfonds nicht einfach während der Laufzeit verkauft werden können. Da es sich um einen geschlossenen Fonds handelt, muss das Management einer Veräußerung der Anteile zustimmen. Ebenso sollte man beachten, dass man hier in ein einziges Anlageobjekt investiert, evtl. auftretende Verluste können nicht durch die Gewinne anderer Anlageobjekte ausgeglichen werden. Nichtsdestotrotz winken hier auch sehr hohe Renditen, allerdings nur, wenn man bis zum Ende der Laufzeit durchhält und den vergleichsweise hohen Anlagebetrag aufbringen kann.


