Die Pendlerpauschale ein ewiges hin und her
Lange Zeit war sie nicht mehr zu bekommen, die Rede ist, ganz klar, von der Pendlerpauschale. Einst kannte man es so, dass man eine Strecke zum Arbeitsplatz steuerlich voll geltend machen konnte, nämlich mit 0,30 € je Kilometer. Doch unsere liebe Regierung kam nun auf den Gedanken, die Pendlerpauschale ab dem 01.01.2007 auszusetzen. Sie sollte nicht mehr ab dem ersten, sondern erst ab dem 21. Kilometer gezahlt werden. Millionen von Steuerzahlern waren betroffen, einige haben geklagt.
Im Dezember 2008 fiel dann die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, die uns alle bewegt. Die Pendlerpauschale ist wieder zurück, denn die Abschaffung der steuerlichen Absetzbarkeit verstößt laut dem Bundesverfassungsgericht gegen das aktuell gültige Grundgesetz in Deutschland. Arbeitnehmer wären unfair und ungleich behandelt worden, indem die Pendlerpauschale erst ab dem 21. Kilometer gezahlt wurde. Deshalb kippte das Gericht die Regelungen und die Pendlerpauschale in ihrer alten Form ist wieder zurück.
Doch damit nicht genug der guten Nachrichten, denn die Pendlerpauschale wird nicht erst ab 2009 gezahlt, nein, rückwirkend zum 01.01.2007 kann sie nachvergütet werden. Damit kommen auf die deutschen Finanzämter wohl reichlich Auszahlungen zu viel gezahlter Steuern zu, denn die Pendlerpauschale macht doch einen nicht unbeträchtlichen Betrag aus, bedenkt man, wie viele Pendler es in Deutschland gibt.
Ab sofort kann man also wieder jeden Kilometer, der zur Arbeit führt, pauschal mit 0,30 Euro steuerlich geltend machen und die eigene Steuerlast auf diese Art und Weise senken. Das Thema war gerade im Dezember Stoff für zahlreiche hitzige Diskussionen und auch andere Entscheidungen der Regierung wurden mitunter stark kritisiert. Bleibt abzuwarten, was dabei noch heraus kommen wird und welche Änderungen uns demzufolge noch bevor stehen. Alles in allem ist die Entscheidung des Gerichts jedoch zu begrüßen, denn die Kosten für Sprit und den Unterhalt des Wagens sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen, sodass es nur fair ist, dass Vater Staat sich an diesen Kosten beteiligt.


